Akelei

Akelei

Die Akelei gehört zu den Lieblingsblumen in unseren Gärten. Auch in gemischten Blumensträußen sehen die filigranen Blüten zauberhaft aus. Leider halten sie sich jedoch in der Vase nicht sehr lange. Zur Familie der Hahnenfußgewächse zählend, ist die Akelei mit über 70 Arten und in entsprechend vielen Farben auf der Nordhalbkugel vertreten. Vor allem in gemäßigten Zonen fühlt sie sich wohl.

Dank ihrer zarten Blüten wird die Akelei auch Elfenblume genannt. Ihre nickenden Köpfchen scheinen über den Stängeln zu schweben. Die vielfältigen Blumen sind je nach Region auch als Teufelglocken, Glöckerl, Glockenblume, Kaiserblume, Akelchen, Narrenkappen und unter vielen weiteren Bezeichnungen bekannt.

Die Akelei in Kultur, Kunst und Medizin

Die Akelei wurde schon vor Hunderten von Jahren verehrt. So ist sie auf vielen mittelalterlichen Tafelgemälden zu finden. In jener Zeit galt ihr Samen als wirksames Aphrodisiakum. In der Naturmedizin wurden einst alle Pflanzenteile genutzt. Die Äbtissin und Heilerin Hildegard von Bingen kannte ihre Wirksamkeit bei Hautausschlägen sowie Entzündungen oder Geschwüren der Mundschleimhaut. Wegen der enthaltenen Glykoside, welche giftige Blausäure bilden, ist die Akelei heute fast ausschließlich in der Homöopathie bekannt. Hier wird sie zum Beispiel bei Nervosität, Schwäche und Menstruationsbeschwerden eingesetzt.

Auch Johann Wolfgang von Goethe befasst sich mit der zierlichen Pflanze und schrieb; «Schön erhebt sich die Akelei und senkt das Köpfchen herunter. Ist es Gefühl oder Mutwill? Ihr ratet es nicht.»

Blütezeit und Tipps rund um die Akelei

In unseren Gärten und in der freien Natur Mitteleuropas blüht die Akelei vor allem von Mai bis zum Frühsommer. Wenn die Blüten beginnen sich zu öffnen, ist die beste Zeit sie zu schneiden. In der Vase halten sie bis zu einer Woche. Nach der Blütezeit setzen die grünen Samenkapseln interessante Akzente in Blumensträußen. Die Akelei wird wunderschön durch Frauenmantel und Iris ergänzt, aber auch in buntgemischten Sträußen hat sie eine besondere und fröhliche Wirkung. Besonders filigran sehen einzelne Blütenstiele in einer schlichten Vase aus. Die verschiedenen Farben ermöglichen zauberhafte Dekorationen, passend zu jedem Anlass.

Die Symbolik der Akelei

Die extravagante Blume symbolisiert verschiedene Bereiche: So steht sie für die Göttinnen der Liebe und Schönheit, Freya und Venus, ebenso, wie für die sexuelle Kraft des Mannes. Hildegard von Bingen beschriebt die Akelei als Symbol für Liebe und Verführung.

Außerdem symbolisiert die beliebte Blume Lebenskraft, Erlösung und den Heiligen Geist. In der Blumensprache, die heute leider kaum noch jemand kennt, hieß es früher, wenn man die Akelei verschenkte: Ich wünsche mir einen entschlossenen und kühnen Mann. Feigheit und Reichtum beeindrucken mich nicht.

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