Kornblume

Kornblume

Wer an Kornblumen denkt, sieht automatisch Naturwiesen und Felder vor sich. Bei manchen weckt die blaue Blüte Kindheitserinnerungen, denn früher war sie noch häufig zu sehen, bevor sie vielerorts fast vollständig verschwand. Heute werden die Korbblütler wieder bewusst auf bunten Sommerwiesen und an Wegrändern angesät. Zusammen mit Margeriten, Kräutern, Gräsern und Mohnblumen bietet sie nämlich ein beliebtes Anflugziel für Bienen, Schmetterlinge und anderen Insekten.

Kaum eine andere Blume ist so einfach zu ziehen, wie die Kornblume, weshalb sie für den eigenen Garten eine gute Wahl ist. Werden alte Blüten regelmäßig entfernt, sprießen fast zwei Monate lang immer wieder neue. Aufgrund ihrer kräftigen Farben sind Kornblumen beliebt für Blumensträuße und Blumenkränze. Am bekanntesten ist die blaue Variante, es gibt sie aber zum Beispiel auch in kräftigem Pink, Schwarz, hellem Gelb und sogar in Weiß.

Die ursprüngliche Heimat der Kornblumen ist der Mittelmeerraum. Die wilde Form kommt aber auch auf dem Balkan, im Baltikum, der Türkei, Aserbaidschan und weiteren Regionen vor.

Die Kornblume in der Geschichte und Naturmedizin

Die blaue Blume erhielt ihren deutschen Namen „Kornblume“, weil sie eigentlich nur ein Getreideunkraut ist. In unzähligen Regionen gab man ihr regionale Namen wie Blaumütze, Sichelblume oder Roggeblöme. Bereits in der Antike wurde ihr viel Aufmerksamkeit zuteil. So soll die römische Göttin der Ernte, Ceres, Kornblumen in ihr Haar geflochten haben.

Kornblumen zählen zu den Heilpflanzen, die bereits der berühmte griechische Arzt Hippokrates nutzte. Sie kann bei Verdauungsproblemen helfen und wirkt bei Husten und gereizter Mundschleimhaut adstringierend.

Übrigens sehen getrocknete Kornblumenblüten wunderschön in selbst gesammelten Kräutertee- oder Gewürzmischungen aus.

Blütezeit und Tipps rund um die Kornblume

Kornblumen liebe durchlässige Böden und pralle Sonne. Etwa Anfang Juni beginnt ihre Blütezeit. Die richtige Zeit, sie für die Blumenvase zu schneiden, ist dann, wenn die obere Blüte voll geöffnet ist und die andere schon gefärbt sind. Werden die unteren Laubblätter entfernt, halten sich Kornblumen in frischem Wasser gut eine Woche. Ganz klassisch werden sie gerne mit Margeriten und Mohnblumen kombiniert. Weiß, Gelb und Rot harmonieren mit dem Blau sehr gut. Aber auch pastellfarbene Blüten wie Mutterkraut oder Ehrenpreis sind eine gute Wahl. Extravagant sehen dunkelblaue oder schwarze Kornblumen in einem Blumenstrass mit warmen Tönen, wie Orange oder Kupfer, aus.

Die Symbolik der Kornblume

In der Blumensprache ist die Aussage der Kornblume: Ich setze auf deine Treue. Oder: Ich werde die Hoffnung nicht aufgeben. Die blaue Blume steht für Sehnsucht, Liebe und Romantik. Für Burschen, die auf Wanderschaft gingen, war sie ein Symbol für Fernweh. Früher war es üblich, ein Sträußchen Kornblumen zu überreichen, um damit auszudrücken, dass man die Hoffnung nicht aufgibt. Junge Mädchen trugen zur Hochzeit Kränze aus Kornblumen. Deshalb wurden die blauen Blumen im Mittelalter auf ganzen Feldern angebaut.

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