Margerite

Margerite

„Er liebt mich, er liebt mich nicht … „ wer kennt es nicht, dieses Spiel aus Kindertagen, bei dem wir die Blütenblättchen der Margerite abzupften in der Hoffnung auf eine ungerade Zahl. Denn dann stand fest: „Er liebt mich!“

Margeriten fühlen sich auf kunterbunt blühenden Sommerwiesen ebenso wohl, wie im Garten. Auf langen Stielen wiegen sich die großen weißen Blüten im Wind. Die einheimische Wildblume steht oft zusammen mit Mohn, Kornblumen, Gräsern und Klee. Mit ihrer beachtlichen Größe vom 30 bis etwa 60 cm Höhe, zählt sie zu den größten Wildblumen Mitteleuropas. Sie blüht, je nach Sorte, etwa ab Mai bis Ende August. Margeriten stehen selten einzeln, meist bilden sie kleine Grüppchen.

Die Blumen kommen in ganz Europa vor. Im deutschsprachigen Raum ist vor allem die Wiesen-Margerite weit verbreitet. Sie gehört zu der Familie der Korbblütler

Die Bedeutung der Margerite in Kultur und Medizin

Anfang des 20. Jahrhunderts bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges fanden in vielen deutschen Städten die Blumentage statt. Straßen und Plätze wurden dekoriert und die jeweils ausgewählte Blume für wohltätige Zwecke als Kunstblume verkauft. Am weitesten verbreitet war der Margeritentag. Sein Erlös kam örtlichen Krankenhäusern und der Kinderkrankenpflege zugute. Die Margerite galt symbolisch als die „Blume der Barmherzigkeit“.

Die Wiesen-Margerite wird seit Hunderten von Jahren in der Volksheilkunde zur Linderung allerlei Beschwerden genutzt. So soll sie bei Magenkoliken, Asthma und Erkältungskrankheiten helfen und eine ähnliche, wenn auch schwächere, Wirkung wie die Kamille haben.

Im Mittelalter galt sie als Orakel, um vorherzusagen, wie viele Kinder eine Frau bekommen wird. Junge Mädchen legten die Blüte unter ihre Kopfkissen, damit ihnen nachts im Traum ihr künftiger Ehemann erscheint. Selbst als Kraut, das gegen böse Blicke schützen soll, wurde die Margerite verwendet.

Tipps rund um die Margerite

Die Margerite blüht in vielen Gärten. Sie ist aber auch ein Klassiker auf Terrassen und Balkonen. Obwohl es sie inzwischen in verschiedenen Farben gibt, ist die weiße Sorte noch immer die beliebteste. Sie wünscht einen nährstoffreichen Boden an einem hellen Standort und ist dann relativ anspruchslos.

Margeriten passen wunderschön in Sommersträuße. Besonders hübsch sehen Sträuße mit Kornblumen, Mohnblumen oder auch kunterbunte Wiesenblumensträuße mit Kornähren und Gräsern aus. Ein dicker Strauß, ausschließlich aus weißen Margeriten, wirkt edel in einer schlichten Glasvase oder nostalgisch in einem Krug. Die Blume ist sehr anpassungsfähig und eignet sich für vielerlei Dekorationen.

Die Symbolik der Margerite

Weiße Blumen stehen allgemein für Treue und Unschuld. Margeriten gelten zudem als Symbol für Echtheit, unverfälschtes Glück und Natürlichkeit. Wer sie verschenken möchte, sollte wissen, dass in der Blumensprache die Margerite die Gefühle des Beschenkten hinterfragt.

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